Wird man in jedem Fall „krumm und steif“?

Nein, die Erkrankung kann in jedem Stadium stehen bleiben, das heißt, sie muss überhaupt nicht die gesamte Wirbelsäule
 oder größere Regionen der Wirbelsäule erfassen. Sie muss auch keine Versteifung hinterlassen, selbst wenn sie bestimmte
Wirbelsäulenregionen erfasst hat.

Aber die Gefahr für eine Versteifung in Folge einer Entzündung ist an der Wirbelsäule und am Brustkorb gegeben. 
Das Bechterew-typische Element der Reparatur einer Entzündung ist der Einbau von Kalk in Bänder und Sehnenansätze 
und die knöcherne Überbrückung von kleinen Wirbelgelenken oder Rippenwirbelgelenken.
Diesem Element kann man (in bestimmten Grenzen) durch Bewegungstherapie entgegenwirken.
Einer Verkrümmung kann man mit Aufmerksamkeit und beständigem Haltungstraining auf weite Strecken sehr gut entgegen wirken. 
Ganz sicher helfen entzündungshemmende Gesamtmaßnahmen (NSAR, Heilstollentherapie) mit,
die Grundbedingungen der Versteifung zu bekämpfen. 

Vor allem die so genannten Biologica können eine sehr starke Bremsung des Entzündungsprozesses bewirken.
Bedeutsamer als eine Einsteifung der Drehung in der Brust- und Lendenwirbelsäule ist die zu flache Schonhaltung der Lendenwirbelsäule,
aus der bereits eine Vorwärtsneigung des Oberkörpers folgen muss. Wenn dann noch Schonhaltungen
von Rippen-Wirbelgelenken hinzukommen, dann entsteht der typische Morbus Bechterew-Rundrücken 
und ein wachsender Hinterhaupt-Wand-Abstand.

Die Brustkorbatmung wird erschwert aus solch einer Position, und zwar schon lange bevor irgendwelche Einsteifungen 
am Brustkorb passiert sind. Wenn jetzt aber noch Versteifungen einzelner Rippen-Wirbel-Gelenke dazu kommen, 
wird die Atembreite des Brustkorbes immer geringer.
Es folgt daraus also, dass man bereits der Schonhaltung in der Lendenwirbelsäule und im Kreuz entgegenwirken sollte, 
also sich ein natürliches leichtes Hohlkreuz erhalten sollte - und dass man die Aufdehnung des Brustkorbes immer wiedertrainieren und überprüfen sollte (siehe dazu unter Messwerte).

Bei Frauen ist der Trend zur Versteifung und Verkrümmung offenbar deutlich geringer als bei Männern. 
Ob es daran liegt, dass Frauen eher ein besseres Körperbewusstsein haben und fleißiger bei der regelmäßigen Gymnastik sind,
oder ob das geschlechtsspezifische (hormonelle) Gründe hat und bei ihnen mehr Entzündung
und weniger Versteifung angelegt ist, das ist noch nicht sicher bekannt.
Dass Raucher schneller versteifen, ist bekannt, aber ebenfalls noch nicht exakt erklärt.

 

Betrifft der MB nur die Wirbelsäule?

Wie verläuft der Morbus Bechterew?  

Verläuft der MB bei Frauen anders als bei Männern?

 

Woher kommen im späteren Verlauf des MB die Müdigkeit und Erschöpfung?

 
Was hat die Fibromyalgie mit dem MB zu tun?  
Woran erkennt man eine Iritis?  
 Was hat die Osteoporose mit dem MB zu tun?  
   
 
 
 
 
 
 
 
 
   
 
 
 
 
 
 
   
 
 

 



 
   

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