Ein Rucksack voller Erinnerungen

maitz
Mit seinem Humor erobert ein Steirer fast die ganze Welt.
Ein echter Steirer ist der Eddi, er wurde 1928 in Graz, Waltendorf geboren. Seine Kindheit war trotz der Jahre des Mangels eine glückliche.
Aber lassen wir ihn selbst erzählen:
„Begonnen habe ich als kaufmännischer Angestellter, bin dann bei der Firma Mannesmann (Sanitärhändler) vom Lagerleiter bis zum Betriebsleiter aufgestiegen.
Erst Angestellter dann Disponent und Handlungsbevollmächtigter. Leider gibt es die Firma heute nicht mehr.“

Eddis Erzählung ist gespickt mit Anekdoten aus seinem Leben. Es sind köstliche kleine Lebensabschnitte die er voller Freude
mit einem Augenzwinkern erzählt: „Wie ich mein erstes Motorrad gekauft habe, hat mein Vater gesagt, der ist verrückt, der Bua spinnt.
Mein erstes Auto, war dann ein Fiat 600 und bei der Anschaffung wollte ich vom Vater leihweise Geld haben. Für a Auto, so oan
Gauner hama no nia in der Famülie ghabt hat er g’sagt, und hat ma nix geben. Es war a des erste Auto in der Gassen. 
Und jetzt kriagst nit oamol an Parkplatz. Meine Schwester und ihr Mann sind für mich gut gestanden, dann hab ich den Kredit bekommen.

Damit ich meine Schulden zurückzahlen kann, hab ich einen Nebenjob gehabt. Um drei Uhr Nachmittag hab ich mit dem Fahrrad mit Anhänger
für einen Zuckerl-Großhändler seine Produkte zugestellt. Nach einem dreiviertel Jahr war ich schuldenfrei und hab sogar noch einen
Überschuss gehabt. Im November bei Schnee und mit dem Fahrrad, da wollte ich mit Ende des Monats den Job beenden.
Der Chef hat gesagt: „sind Sie verrückt, gegen Ende des Jahres gibt es das meiste Trinkgeld“. Seinen Rat habe ich beherzigt und trotz des vielen Schnees,
wo ich des Radl schiab´n hab müssen hab ich weiter gemacht und i hab dann wirklich viel Trinkgeld kriagt.
Der Bechterew ist bei mir, so ganz genau weiß ich es nicht mehr, zwischen dem 28. und 30. Lebensjahr ausgebrochen. 
Mit 26, 27 hin und wieder a´ bisserl Kreuzschmerz, der ist immer schlimmer worden und dann bin ich an die 7 Jahre jede Woche
im Krankenhaus behandelt worden. Auf der Kur hat man dann die Ursache gefunden und Morbus Bechterew diagnostiziert.
Der Chefarzt hat das in der Anordnung schon geschrieben, dass Verdacht auf  MB besteht und untersucht werden muss.
In der REHAB in Bad Hofgastein wurde die Diagnose bestätigt. Die Kur im Heilstollen hat mir immer gegen die Beschwerden geholfen.“
 
In diesen Jahren lernte er auch Trude, seine Frau kennen. Trude ist seit vierzig Jahren seine Begleiterin in allen Lebenslagen.
Eine kleine Anekdote: Der Großvater hat gsagt: „Bua, wennst de falsche Frau dawischt, kannst des Geld mit der Scheibtruchn einifiern,
sie haut alls beim Fenster aussi und du hast wieder nix“. Trude war die Richtige, des hat passt.
maitz0004
Medikamente hat der Eddi schon gebraucht. Angefangen hat er mit Induzit und alle möglichen zu dieser Zeit erhältlichen Medikamente wurden verordnet. 
„Voltaren und Felden, die hab ich am besten vertragen. In der Arbeitswelt, na da hab ich kein Problem gehabt.
Eine eiserne Selbstdisziplin hat mir immer dabei geholfen und in den letzten Jahren ist mein Bechterew wie ausgebrannt,
jahrelang brauch ich schon nichts mehr nehmen.“
Eddi ist ein ÖVMB-Urgestein schon im Jahr der Gründung ist er eingetreten. Seit 31 Jahren in der ÖVMB Steiermark dabei.
Davon fünf Jahre als Landesstellenleiter Steiermark. Mit Schwetz gemeinsam war Eddi maßgeblich verantwortlich für die Neugestaltung der österreichweiten Vereinsstatuten.
 
Die Leidenschaft von Eddi und Trude ist das Reisen: „Wir haben mit dem Wohnwagen begonnen. Insgesamt waren wir mit zwei Wohnwägen
und sind jetzt schon mit dem dritten, einem Wohnmobil, unterwegs. Mit den drei Wohnmobilen sind wir ca. 200.000 km gefahren.
Wenn Du ein Reisender bist, herumfahren willst und Städte besichtigen, ist das Wohnmobil das Beste. Wenn Du auf Urlaub fährst und
zwei bis drei Wochen auf einem Platz bleibst, dann fährt man besser mit dem Wohnwagen, dann bist Du mobil mit dem Auto.
Zudem kostet ein Wohnwagen nur einen Bruchteil von einem Wohnmobil.
Wir waren in ganz Europa, vom Nordkap bis Sizilien und wir haben alle Länder in Europa bereist. In 35 europäischen Ländern sind wir gewesen
und in Übersee haben wir 13 Länder bereist, insgesamt 48 Länder. Flugreisen in die USA, Mexiko, Südafrika, Vietnam, Kambodscha, Thailand,
'Laos, China, Südafrika und vieles andere mehr haben wir unternommen.
Und viel Unglaubliches und lustiges erlebt. Wir waren am Flughafen in Peking zum Flug nach Shanghai , sind zum Abflug, da schreit einer aus einer ankommenden Reihe: „Eddi, Eddi!“ Ein Bekannter, den ich zwanzig Jahre nicht gesehen habe, schreit in Peking Eddi. 
Nach zehn Tagen wieder auf einem Flughafen in Xian kreuzen sich unsere Wege wieder, der hat die gleiche Reise gemacht in Gegenrichtung.“
maitz0008
Fast die ganze Welt habt Ihr gesehen, wie kann man das zusammenfassen?
„Wir haben uns immer das herausgesucht, was uns am meisten interessiert hat. In Südafrika war das große Erlebnis der Krüger Nationalpark.
Die vielfältige Tierwelt und die Landschaft waren beeindruckend. Diese Reisen haben wir meist mit Reisegesellschaften gemacht.
Mit meinen Freunden waren wir mit den Wohnmobilen in den Baltischen Staaten. Haben manchen Pass überquert und viele schöne Stunden in der Camper Gemeinschaft erlebt.
Auf der Rückfahrt haben wir im Schweizerhaus auf eine Stelze Rast gemacht, das kriagst nur bei uns, des ist einzigartig in Europa.
Der Sport hat mein Leben auch immer mitbestimmt. Im Sport war ich immer auch mit meiner Frau zusammen. Sport war unser höchstes, vom Bergsteigen, Wandern, Skifahren und Tennis des waren unsere sportlichen Tätigkeiten. Wir haben alle großen Skigebiete in Österreich, Frankreich, Italien und der Schweiz abgefahren. In Frankreich waren wir auch mit dem Wohnmobil zum Skifahren.
Gemeinsam haben wir 12 Viertausender z.B.den Mont Blanc, das Matterhorn usw. bestiegen. Die Trude war bei 6 Viertausendern mit oben.
Auch 18 Dreitausender haben wir bestiegen (Ortler, Großglockner, Wiesbachhorn, usw.), und viele Zweitausender.
Ein reiches und erfolgreiches Bergsteigerleben war´s und immer schön. Der Bechterew hat dabei kaum eine Rolle gespielt.
“ Was man gerne macht, des geht scho, lacht der Eddi.
Mit zwei typischen „Eddi Geschichten“ beenden wir einen fröhlichen Nachmittag, der durch ein erlebnisreiches Leben geführt u
nd viel Spaß gemacht hat.
Wie war des mit dem Tennis?
„Nach dem Tennis mit meinen Freunden sagt der eine, sag amoal  Eddi, spühst Du gern Tennis? A dumme Frag von dir, freilich. 
Ja sagt er warum lernst es dann net.
   
 
 
 
 
 
 
 
 
   
 
 
 
 
 
 
   
 
 

 



 
   

Sponsoren  

Gasteiner Heilstollen
Come back ins Leben
Klinikum Bad Gastein
Bewegungs Workshop
   

Komm zu uns!  

   

Zeig Rückgrat! Indoor  

   

Zeig Rückgrat! Outdoor  

   

Socialmedia  

   youtube75       45fcb

 

   


 
     
   
© ÖVMB