Chronische Erkrankung und Meditation - Das große Unbekannte

 Qigong9
 
„Meditation ist doch nur was für die Spinner. 
Hör doch auf, was soll das bringen. Das sind doch alles die Esoteriker.
Ist doch lächerlich, an nichts denken. Meditation gegen Schmerz, dass ich nicht lache.
Es gibt viele ähnliche Kommentare und die Unwissenheit  ist wie die Vorurteile groß.
Neue Erkenntnisse und wissenschaftliche Studien werfen ein neues Licht auf Meditation.

Worum geht es in Meditation und was ist Meditation, was bewirkt Meditation.
Ein paar dieser Fragen versucht dieser Artikel zu erhellen. Meditation ist definiert durch „nachdenken, nachsinnen, überlegen“
Im Buddhismus ist das höchste Ziel die Erleuchtung.
In christlichen, islamischen und jüdischen Traditionen ist das höchste Ziel der meditativen Praxis das unmittelbare Erfahren des Göttlichen.
In westlichen Ländern wird die Meditation auch unabhängig von religiösen Aspekten oder spirituellen Zielen zur Unterstützung
des allgemeinen Wohlbefindens und im Rahmen der Psychotherapie praktiziert.

Im älteren deutschen Sprachgebrauch bezeichnet „Meditation“ einfach ein Nachdenken
über ein Thema oder die Resultate dieses Denkprozesses.
Meditative Praktiken sind seit jeher ein wesentlicher Bestandteil vieler Religionen und Gesellschaften (Zitat Wikipedia).
Wissenschaftliche Studien zur Meditation dokumentieren die Effekte.
Meditation ist weit mehr als eine reine Entspannungstechnik.

Neuroforscher stellten fest, dass regelmäßige Geistesübungen unsere Gehirnzellen verändern - und damit auch, wie wir denken und fühlen.
Regelmäßige Meditation kann beruhigend wirken und wird oftmals in bestimmten Formen auch in der westlichen Medizin
als Entspannungstechnik empfohlen. Die Wirkung, der meditative Zustand, ist neurologisch als Veränderung der Hirnwellen messbar.
Der Herzschlag wird verlangsamt, die Atmung vertieft, Muskelspannungen reduziert.

 

Ende der 1970er Jahre begann Jon Kabat-Zinn an der University of Massachusetts die Wirkungen eines Programms
(Mindfulness Based Stress Reduction), das einen Schwerpunkt auf die Achtsamkeitsmeditation legt, für Patienten mit
chronischen Erkrankungen zu untersuchen und fand, dass sich Schmerzzustände dauerhaft besserten, Depressivität und Angst abnahmen,
sowie Fähigkeiten zur Stressbewältigung zunahmen.

In den letzten Jahren haben vor allem die Untersuchungen von Richard Davidson an der University of Wisconsin Aufsehen erregt,
die u.a. anhand bildgebender Verfahren bei Gesunden zeigen, dass die Teilnahme am Achtsamkeits-Meditationsprogramm
positive Einstellungen und damit beeinflussend auch die Immunfunktionen fördert.

Richard Davidson belegte  2008 bei tibetischen Mönchen größere Aktivitäten im linken Stirnhirnlappen und die Gammawellen
waren stärker ausgeprägt als bei einer Kontrollgruppe (Zitat - Davidson RJ, Kabat-Zinn).
Die wissenschaftlichen Studien haben gezeigt:
Meditation ist gut für körperliche und psychische Gesundheit, Zufriedenheit, Wohlbefinden.

 

Mit Meditation gegen Schmerz
Mit innerer Haltung gegen den Schmerz: Achtsamkeitsmeditation wird zur Behandlung
chronischer Schmerzerkrankungen schon seit Jahren erfolgreich eingesetzt.
Wie Achtsamkeitsmeditation das subjektive Leiden unter Schmerz auf neuronaler Ebene vermindert,
hat ein Team aus internationalen Wissenschaftlern  herausgefunden.

Die Forscher konnten zeigen, dass Probanden im Zustand der Achtsamkeit den Schmerz sehr wohl spüren,
aber nicht so stark darunter leiden, weil die für die Bewertung des Schmerzreizes verantwortlichen Hirnareale
weniger stark aktiviert werden, schreiben sie.
Im Gehirn der Meditierenden war eine interessante Veränderung zu sehen:
Während Areale, die für die sensorische Verarbeitung des Reizes zuständig sind, stärker aktiviert waren,
nahm die Aktivierung in den Arealen ab, in denen eine Neu-Interpretation des Schmerzes stattfindet.
Die Probanden spürten den Schmerz also durchaus, empfanden ihn jedoch nicht mehr als so belastend.
Schon frühere Forschungsarbeiten hatten gezeigt, dass Achtsamkeitsmeditation die innere Haltung gegenüber
dem Schmerz verändern kann. Während sich das Erleben der objektiven Aspekte des Schmerzes (d.h. die Schmerzintensität)
nicht verändert, so nimmt das Ausmaß ab, in dem die Empfindung als belastend erfahren wird und Leidensdruck auslöst.
Betroffene berichten, dass der Stress sinkt, der durch ihre jeweilige Krankheit ausgelöst wird und ihre Lebensqualität und ihr Wohlbefinden steigen.

Meditation sollte nur unter Anleitung von erfahrenen Therapeuten und Lehrern erlernt werden.
Es gibt sehr viele Angebote auf diesem Sektor und eine gewisse Vorsicht  vor nicht seriösen Anbietern ist geboten.
Am besten ist es immer eine kostenlose Schnupperstunde zu vereinbaren. So lässt sich entdecken,
ob das Angebot mit meinen Vorstellungen und Wünschen zusammenpasst. Es ist einen Versuch wert, Geist und Körper noch besser kennenzulernen.
   
 
 
 
 
 
 
 
 
   
 
 
 
 
 
 
   
 
 

 



 
   

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