Mein Leben mit Morbus Bechterew

  turnenkatja   Katja Sultzer

 Mein Name ist Katja Sultzer. Ich bin 35 Jahre und habe zwei Kinder (8 und 11). Ich lebe seit 10 Jahren mit Morbus Bechterew, 
als Physiotherapeutin der Selbsthilfegruppe in Innsbruck. Ich habe keinen Bechterew.

Vor 10 Jahren lernte ich zwei tolle Frauen der Selbsthilfegruppe Innsbruck kennen. Barbara Morscher und Waltraud Seidl.
Sie waren auf der Suche nach einer Physiotherapeutin, welche einmal wöchentlich mit den Freiwilligen der Turngruppe Bewegungsübungen
durchführen wollte. Seither turnen wir gemeinsam einmal wöchentlich und mein Lernen um das Erleben von Menschen
mit Morbus Bechterew scheint nicht zu enden.

Als junge Physiotherapeutin kam ich nach Innsbruck und begann im Landeskrankenhaus Innsbruck im Bereich Innere Medizin zu arbeiten.
Unterschiedlichste Menschen, unteranderem mit rheumatologischen Erkrankungen, bestimmten meinen Arbeitsalltag.
Es sollte sich bald herausstellen, dass die Meinung der bisherigen Lehrbücher geändert gehört. PhysiotherapeutInnen behandeln
keine Krankheitsbilder, wir betreuen Menschen mit individuellen Eigenschaften, individuellen Bedürfnissen und individuellen Lebensgeschichten.

Die wichtigste Erkenntnis war, dass Menschen, welche mit den Verlauf einer chronisch voranschreitenden Erkrankung leben, sehr unterschiedlich
ihr Leben meistern. Und somit auch die verschiedenen Übungsangebote wahr- und ernstnehmen. 

• Die Turnstunde sollte sowohl bekannte als auch neue Übungen in gleichem Maße beinhalten.
• Die Übungen sollten immer einen Zusammenhang mit einer Alltagsfunktion haben.
• Die Turnmitglieder kennen den Zusammenhang zwischen Übung und möglichen Einschränkungen in Ihrem täglichen Bewegungsleben.
• Die Turnmitglieder wissen warum bestimmte Einschränkungen im Zusammenhang mit Mb. Bechterew auftreten.

  turnen.katja
  

Das oberste Ziel für die Therapie und das Leben von Menschen mit chronisch entzündlichen Erkrankungen ist:

„Der Mensch bewältig seinen Lebens-, Arbeits- und Freizeitalltag selbstständig und selbstbestimmt“

Was habe ich seit dem ersten Tag in dieser Gruppe bis heute gelernt:

Menschen mit Morbus Bechterew und anderen Diagnosen des rheumatischen Formenkreises haben
die Möglichkeit durch die Diagnosen, ein tieferes Bewusstsein für Ihren Körper zu finden als andere Menschen.
Sie haben die Chance Ihr Leben nach einem Grundsatz auszurichten den eh jeder Menschen für sich entdecken
sollte mit oder ohne Diagnose: BEWEGENDES LEBEN.

Schmerzen können Sie schulen sich und Ihren Körper wahr zu nehmen. Nutzen Sie diese Chance.
Überlegen Sie warum das Leben schön ist.


Alle Liebe und Gute.
Katja Sultzer

   

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