Kunst als Therapieform – Ein erfülltes Leben mit Morbus Bechterew

Edi


54 Jahre sind seit Ausbruch des Morbus Bechterew bei Edi Krenn vergangen.
1959 im Alter von 16 Jahren traten erste Anzeichen einer gesundheitlichen Störung auf.
Der Gang war leicht hinkend und Gelenksschmerzen traten auf.
Die Ausbildung als Auto-Mechaniker beendete Edi trotzdem
mit Erfolg und wechselte dann in den Beruf des Spengler´s. Im Winter arbeitete er als Skimonteur.

Die Beschwerden nahmen von Jahr zu Jahr zu und der Hausarzt überwies Edi zur Abklärung in die Klinik nach Innsbruck.

Eine Rheumaambulanz oder Facharzt für Rheumatologie waren zu dieser Zeit noch unbekannt.
Die Abteilungen die sich den an Rheuma Erkrankten annahmen

waren die Neurologen und Orthopäden. Die zur Früherkennung üblichen Untersuchungen mit CT oder MRT
waren noch in den Kinderschuhen der Entwicklung.
Eine gesicherte Diagnose konnte noch nicht gestellt werden.

Das Leben ging weiter und 1964 Heiratete Edi seine Frau Hedi. In den folgenden Jahren kamen
der Sohn Markus und die Tochter Beate zur Welt.

In den Jahren ab 1967 wurden die Schübe immer stärker und der Krankheitsverlauf entwickelte sich schwer.
Nach einem längeren Krankenstand
blieb nur noch die Möglichkeit nach München zu Spezialisten auf eigene Kosten
zu fahren. Mit zwei kleinen Kindern war das ein schwieriges Unterfangen. 
Zu dieser Zeit musste in den Krankenhäusern und
den Arztpraxen, speziell als Ausländer, Bar bezahlt werden. Der jungen Familie verblieb an diesem Tag

gerade noch genug Geld übrig, um sich eine Wurstsemmel kaufen zu können.

Zurück kamen sie mit der ungesicherten Diagnose „Entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule“.
Über Vermittlung des Chefarztes bekam Edi die möglichkeit Schichtaufnahmen in Salzburg machen zu lassen,
mit der Option wenn es keine Diagnose gibt muss die Untersuchung selbst bezahlt werden.
Danach stand endlich die Diagnose Morbus Bechterew und Polyarthritis fest. 
Die Jahre 1967 bis 1991 waren durch eine sehr aktive Krankheitsphase geprägt, in der Bewegung fast unmöglich wurde.

In dieser Zeit entdeckte Edi die Kunst als Therapieform für sich. Bei einer Ausstellung sah er die ersten Intarsien arbeiten und sagte,
das möchte ich auch. In den Jahren zuvor hatte er schon zu Schnitzen begonnen. An die Hundert Intarsien-Arbeiten in allen möglichen
Größen hat Edi schon gemacht. Die aufwändigsten Arbeiten benötigten ca. 1000 Arbeitsstunden. Viele erfolgreiche Ausstellungen führten
in nach Wien, Deutschland, Südtirol und in die Schweiz. Trotz der verformten Hände begann Edi auch Federkielsticken und hat es in beiden
Kunstformen zur Meisterschaft gebracht. Eine Besonderheit ist, seine Bilder sind nicht käuflich zu erwerben. 

Sie bevölkern die Wohnung und sind ein Teil Ihres gemeinsamen Lebens. Seine Bilder sind untrennbar mit Ihm und seiner Familie verbunden
und erzählen auch die Geschichte von zwei Menschen die nie Aufgegeben haben und sich immer zur Seite standen.
Die Kunst ist neben seiner Frau Hedi die zweite große Liebe seines Lebens.

Die Krankheit Schritt jedoch weiter fort und 1990 und 91 mussten beide Hüften getauscht werden.
Seit der OP ist Edi, ein Mitglied der ersten Stunde in der ÖVMB, wieder beweglicher und Turnt jede Woche in der Gruppe
und täglich 2x 20 min zu Hause. 
Langlaufen gehört ebenso wie ein täglicher Spaziergang zu seinem Aktivitäten.
Heuer feiert er mit seiner Frau Hedi den 50igsten Hochzeitstag und seinen siebzigsten Geburtstag.

Sein Lebensmotto: Geht nicht gibt’s nicht und Zufriedenheit mit dem Leben.

   

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